Demonstration +++ Sperre A2 bei Wiener Neudorf +++ Fahrtrichtung Wien +++ Sonntag, 16.September +++ 10-11Uhr +++ Wir treffen uns um 9:30 +++ Für Getränke und Verpflegung ist gesorgt

Der VCÖ Mobilitätspreis Niederösterreich 2018 geht an Wiener Neudorf

Der Verkehrsclub Österreich zeichnete meine Einreichung „Faires Mobilitätskonzept Wiener Neudorf: Aus der UmweltNOT zur KlimaTUGEND“ mit dem VCÖ Mobilitätspreis NÖ 2018 aus.

Mit dem Mobilitätskonzept führen wir Wiener Neudorf aus der UmweltNOT zur KlimaTUGEND. Das bedeutet: Wir verbinden die Ziele Klimaschutz und Steigerung der Lebensqualität. Wir fordern nicht nur – Tempo 80 auf der Südautobahn. Wir tun alles, was in unserer kommunalen Macht steht, um unsere Gemeinde vom Verkehr zu entlasten.
Mit unserem Mobilitätskonzept werden wir unserer Verantwortung als Klimabündnisgemeinde gerecht, aber auch unserer sozialen Verantwortung. Die Mobilitätswende schaffen wir nur, wenn alle an der zukünftigen Mobilität teilhaben können.
Mit der Umsetzung des Konzeptes erhöhen wir die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Bessere Luft und weniger Lärm werden die Lebensqualität steigern.

Ich sehe den VCÖ Mobilitätspreis auch als moralische Unterstützung für unseren Kampf um Tempo 80. Der Verkehrsclub Österreich weist seit Jahren auf die Wirksamkeit von Tempobeschränkungen hin.

v.l.n.r.: DI Wolfgang Grill (Dorf- und Stadterneuerung), DI Otto Kleissner (UFO-Gemeinderat), DI Ludwig Schleritzko (Landesrat für Finanzen und Mobilität), Dr. Elisabeth Kleissner (Vizebürgermeisterin), Bgm. Herbert Janschka (Bürgermeister), Mag. Christian Gratzer (VCÖ), Irene Orchard (ÖVP-Gemeinderätin), Ing. Karl Köckeis (UFO-Gemeinderat), Ing. Fritz Hudribusch (Leiter Umweltamt)
Der Mobilitätspreis bestätigt, dass wir Reformpartner auf dem richtigen Weg sind.

Die durch Lärm und Schadstoffe am stärksten Belasteten können sich selbst nicht wehren: Kinder und Kranke. Für sie gehen wir am Sonntag, 16. 9. 2018 auf die Autobahn.

Es ist eines Rechtsstaates wie Österreich unwürdig, dass Wiener Neudorf
– die Einhaltung des Gleichheitsgrundsatzes und
– das Grundrecht auf Gesundheit
auf der Straße einfordern muss.

Wir fordern, gleich wie Brunn und Gießhübl behandelt zu werden. Jene Anrainergemeinden der A21, wo 1995 aus Lärmschutzgründen Tempo 80 verordnet wurde.
Auf den Grundrechten bauen alle anderen Rechte auf. Das Grundrecht auf Gesundheit ist also stärker als das Recht auf freie Fahrt. 175.000 Kfz pro Tag gefährden die Gesundheit massiv.

Auch die scheinbar Mächtigen in diesem Staat haben sich an Gesetze und Versprechungen zu halten!

Haben Sie schon einmal geploggt?

Wer stehen bleibt, fällt zurück, heißt es gemeinhin. Manchmal ist man auch ganz vorne dabei, ohne es zu wissen.
Bis vor kurzem hätte ich mein Tun, Müll vom Wegesrand aufzuheben, nicht mit einem Wort benennen können. Jetzt habe ich – den Skandinaviern sei Dank – endlich einen Begriff dafür: Plogging!

Plogging ist ein Trend aus Schweden, der körperliche Bewegung mit Umwelt sauber halten verbindet. Plogging setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“ (~ aufheben) und Jogging zusammen.
Wer zum Plogger erzogen wurde, kann gar nicht anders. Für die anderen lohnt sich der Versuch. Die eigene Gesundheit und die Umwelt profitieren davon zweifelsohne.


Plogging – Müll sammeln beim Jogging – funktioniert auch beim Spazierengehen. Das Foto zeigt am Wegesrand Geploggtes. Nicht irgendwo in Ferkelhausen, sondern leider bei uns in Wiener Neudorf.

Antlspitz: Ein gelungenes Beispiel für die Anpassung an den Klimawandel

15.8.2018
22.3.2017

Am Antlspitz treffen Europaplatz, Eumigweg und Palmersstraße zusammen. Nicht wegen der prominenten Straßennamen, sondern wegen der Nähe zu Freizeitzentrum, Schule, Hort und Wohnhausanlagen sollte die Brachfläche adrett gestaltet werden. Mit standortgerechten Pflanzen, Bäumen und einer offenen Wasserstelle, die an Hitzetagen für Kühlung sorgen. Sitzbänke und eine kleine Überraschung für die Kinder sind bereits in Auftrag gegeben.
Gestaltet wurde der Platz nach dem Entwurf von unserer Mitarbeiterin, einer ausgebildeten Landschaftsplanerin.

Münchner Schadstoffgeplagte haben eine mächtige Verbündete: Die Justiz

Kaum zu glauben! Stimmt die Meldung der Süddeutschen Zeitung, könnte das richtungsweisend für österreichische Spitzenpolitiker sein, die sich nicht darum scheren, dass Wiener Neudorfer Kinder schlechte Luft einatmen müssen, obwohl sie per Knopfdruck verbessert werden kann.

Heute 28.8.2018 Seite 6

Konzept der kurzen Wege

In unserer flächenmäßig sehr kleinen Gemeinde braucht man zu Fuß kaum eine halbe Stunde von einem Ortsende zum anderen. Theoretisch. Tatsächlich müssen FußgängerInnen (noch) Umwege in Kauf nehmen, weil Gehsteige teilweise fehlen oder das Zufußgehen wegen des starken Verkehrs zu gefährlich ist. Den Radfahrenden geht es nicht anders.

  • Die Lösung: Wir setzen das Konzept der kurzen Wege um.
  • Das Ziel: Alltägliche Wege sollen in kurzer Zeit bewältigt werden können.

Häufig stehen jedoch Hindernisse im wahrsten Sinne des Wortes im Weg.


Zwischen Schillerstraße und Altem Rathaus steht eine Wand so nah an den Badner Bahn-Gleisen, dass kein Platz für einen Gehweg bleibt. Der Gemeinderat beschloss in der letzten Sitzung, einen Teil der Liegenschaft zu kaufen. Bis Ende 2018 muss die Wand abgerissen werden. Dann steht dem Bau einer fußläufigen Verbindung – die auch mit dem Rad befahren werden darf – nichts mehr im Weg 😉

„Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“, soll Albert Einstein gesagt haben.

Groß war die – irrationale – Angst einiger von der Natur weit Entfernter. So groß, dass sie gar versuchten, zu verhindern, dass die fleißigen Bienen in unserer Gemeinde Quartier nehmen.


Unsere Sumsis haben – wie erwartet – keinem Menschen etwas zu Leide getan. Im Gegenteil: An den übervoll behangenen Birnen- und Zwetschkenbäumen sieht man die guten Dienste, die sie leisten.

An einem sonnigen, beschaulichen Ort steht ihr Quartier. Auf öffentlichem Grund in Wiener Neudorf. Von ihrem Imker bestens betreut.

Neuer Trinkbrunnen im Rathauspark

Ein schattiges Plätzchen suchen und viel trinken hilft gegen die sommerliche Hitze.


Ein großes DANKE an unseren Wirtschaftshof, der im Rathauspark einen Trinkbrunnen  errichtete. Durstige Parkbesucher – Menschen und Hunde – werden sich darüber freuen.

Trinkwasserbrunnen stehen auch im Klosterpark und im Anningerpark bereit. Wasser ist noch immer der beste Durstlöscher – ganz ohne Kalorien.

Wir Reformpartner lösen Probleme für Fußgänger und Autofahrer…

Kreuzung Hauptstraße / Linke Gasse

Aus der Linke Gasse kommend brauchen Fußgänger zum Queren der Hauptstraße eine gute körperliche Konstitution und eine große Portion Unerschrockenheit.
Wer über beides nicht verfügt, körperlich eingeschränkt ist, mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs ist, war bisher gezwungen, einen – gemessen am Straßenquerschnitt – großen Umweg in Kauf zu nehmen, um das Postamt oder den Rathauspark gefahrlos zu erreichen.

Abhilfe schaffen wir mit der neuen Ampelanlage, die mit der an der Kreuzung Hauptstraße/Europaplatz synchron geschaltet wird.


Auf unserer Hauptstraße fahren jeden Tag 10.300 Kraftfahrzeuge, davon 270 Lastwägen. Das Filmchen vermittelt einen Eindruck.

Kostbare Kräuter

„Gegen das aber, was man im Überfluss hat, wird man gleichgültig. Daher kommt es auch, dass viele hundert Pflanzen und Kräuter für wertlose Unkräuter gehalten werden, anstatt dass man sie beachtet, bewundert und gebraucht.“ (Sebastian Kneipp)

Wie viele Kräuter darf man in der Natur sammeln?
Eine grobe Orientierung bietet die Handstraußregel: Gemäß § 17 Abs. 2 NÖ Naturschutzgesetz ist das Pflücken von wild wachsenden, nicht aufgrund der Naturschutzverordnung unter speziellem Schutz stehenden Pflanzen für den persönlichen Bedarf im Ausmaß eines Handstraußes gestattet. Das ist die Pflanzenmenge, deren Stängel von Daumen und Zeigefinger einer Hand umfasst werden können.

Rosmarin, Minze, Salbei & Co dürfen für den Eigenbedarf in kleinen Mengen auch von der Kräuterspirale im Rathauspark und unseren Hochbeeten im Klosterpark geerntet werden.

Glyphosat: Monsanto zu 289 Millionen $ Schmerzensgeld verurteilt

Gestern verurteilte ein Geschworenengericht in Kalifornien den Agrarkonzern Monsanto zu einer Schadenersatz-Zahlung von umgerechnet 253 Millionen € an einen krebskranken Mann, der mit dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat gearbeitet hat.

UFO-Zeitung Juni 2016

Bis 2015 wurden bei uns jedes Jahr mehr als 100 Liter Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat eingesetzt. Seither verwenden wir in Wiener Neudorf auf öffentlichen Flächen Glyphosat nicht mehr.
Nicht nur die Natur, sondern vor allem Menschen und Tiere profitieren davon. Unsere Grünanlagen laden zum Sitzen, Liegen, Spielen und Herumtollen ein. Rasenflächen, aber auch Gehwege können jederzeit – auch barfuß – gefahrlos betreten werden, weil wir weder Gifte noch Kunstdünger verwenden.

Ein Gruß vom Klimawandel

Obst reift heuer um Wochen früher – eine Facette des Klimawandels.„Essbares Wiener Neudorf“: Obst, das auf gemeindeeigenen Bäumen – wie diese Zwetschken – wächst, darf für den Eigenbedarf gepflückt werden. Wer die biologischen Früchte schätzt und gerne selbst erntet, geht behutsam mit den Bäumen, der umgebenden Natur und den dort lebenden Tieren um.

Ciao, Lara!

Lara tourt weiter zur nächsten Station: Vösendorf.
Einen Monat lang stellte uns die ENU/RADLand NÖ ein Elektro-Lastenrad zu Verfügung. Der Test verlief erfolgreich. Lara hat Aufmerksamkeit erregt – wir sind eben Lastenräder im Straßenbild noch nicht gewohnt. Im Gegensatz zu Dänemark, wo jede vierte Familie ein eigenes besitzt. Die Dänen schätzen es, schnell, billig, umweltfreundlich und gesund unterwegs zu sein.
Da unser Wirtschaftshof Interesse an einem Lastenrad bekundet hat, werden wir zukünftig in Wiener Neudorf wohl öfters einem begegnen.

Mein persönliches Fazit: Mit dem Lastenrad fährt man durch den Elektroantrieb ohne jegliche Kraftanstrengung. Wer sich körperlich ertüchtigen möchte, schaltet den Motor einfach aus. Das große Fassungsvolumen ist äußerst praktisch zum Transportieren von Kind und Kegel 😉

Goldener Igel 2017 für Wiener Neudorf!

Der Goldene Igel ist bei Gemeinden, die weder Gift noch Mineraldünger streuen und Torf nicht verwenden, ein begehrtes Tierchen.

Ein hohes Niveau zu erreichen ist schwer, ein hohes zu halten, ist schwerer. Unsere Gemeinde spielt mit der ökologischen Pflege unserer Parks und Grünanlagen in der Oberliga. Nachdem wir es innerhalb weniger Monate schafften, die Kriterien von Natur im Garten zu erfüllen, wurden wir bereits im ersten Jahr (2016) für unser besonderes Bemühen mit dem Goldenen Igel ausgezeichnet.

Frau Petra Hirner MSc von Natur im Garten überreichte uns heute in unserem schönen Rathauspark den Goldenen Igel 2017. Damit werden Gemeinden ausgezeichnet, die während eines Jahres die Kriterien von Natur im Garten zu 100% erfüllen, ihre Leistungen dokumentieren und sich einer Begutachtung unterziehen.

v.l.n.r.: Walter Wistermayer (Leiter Wirtschaftshof), Ing. Fritz Hudribusch (Leiter Umweltamt), Dr. Peter Klumpp (Amtsleiter), Dr. Elisabeth Kleissner (Vizebgm.), Petra Hirner MSc, Robert Stania (Bgm.Stv.), DI Jutta Tillmann (Umweltamt), Michael Grübling (Wirtschaftshof)

Dahinter steht ein äußerst motiviertes Team, das hervorragende Arbeit leistet. Die vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind für mein engagiertes Team und mich Lohn und Ansporn zugleich. Verschiedenes hat sich bereits gut etabliert, in manchen Bereichen sind wir noch am Erfahrung sammeln und ein wenig Lehrgeld zahlen gehört einfach dazu.

Die Demokratie wird zum Spielball der Politik …

… wenn Mitglieder des Gemeinderates unentschuldigt einer Sitzung fernbleiben.

§ 21 Pflichten der Mitglieder des Gemeinderates
(3) Die Mitglieder des Gemeinderates haben an den Sitzungen des Gemeinderates teilzunehmen … Ist ein geladenes Mitglied an der Teilnahme verhindert, so hat es dem Bürgermeister den Verhinderungsgrund unverzüglich mitzuteilen.Das vermeintliche Recht auf eine wohlerworbene monatelange Sommerpause – bei voller Entlohnung auf Kosten des Steuerzahlers – hat sich mit der Reformpartnerschaft geändert.

Um Wiener Neudorf schneller als früher üblich weiterzubringen, sind auch in der warmen Jahreszeit Beschlüsse notwendig. Offensichtlich wurde dieser Paradigmenwechsel noch nicht von allen Mandataren verstanden. Fakt ist, in der gestrigen Gemeinderatssitzung war keine Abstimmung möglich, weil zu viele SPÖ-Gemeinderäte fernblieben, die meisten unentschuldigt…

Die Wiederholung der Sitzung, in der für unsere Gemeinde richtungsweisende Entscheidungen fallen, findet am 20. August 2018 statt. Dann können laut Gemeindeordnung diese ferngebliebenen Mandatare die Abstimmung nicht mehr verhindern, auch wenn sie wieder fernbleiben, ob entschuldigt oder unentschuldigt…

Politik ist kein Wunschkonzert, sondern harte Knochenarbeit – wie das Beispiel Radweg zur SCS zeigt.

„Ein Radweg zur SCS ist mir ein großes Anliegen, darum setze ich mich weiterhin sehr für seine Verwirklichung ein“ schrieb ich im April 2017 auf diesem Blog.
Nun, das habe ich mit – mehr als weniger – sanftem Druck gemacht und bin damit Mitarbeitern, Planern, Grundstückseigentümern und Politikerkollegen auf die Nerven gegangen. Mühsame Hürden mussten überwunden werden, gefühlt unzählige Verhandlungsrunden und Besprechungen waren bis zu diesem entscheidenden Punkt notwendig:

Der Gemeindevorstand beauftragte am 16. Juli 2018 eine Machbarkeitsstudie für Radwege zur SCS.

Europas größtes Einkaufszentrum, 1976 errichtet, ist nur einen Spaziergang weit vom Wohngebiet entfernt und trotzdem erreicht man es weder zu Fuß noch mit dem Fahrrad. Solche „Sünden“ der Vergangenheit aus der Welt zu schaffen, ist eine politische Herausforderung, der wir Reformpartner uns stellen.


Die Machbarkeitsstudie soll klären, wo die drei geplanten Wege (einer entlang der Badner Bahn-Gleise, einer entlang der Palmersstraße und einer als Verlängerung der Schloßmühlgasse über Palmersgrund) zusammenkommen werden.

Ich danke allen, die beigetragen haben, dass – endlich – konkrete Planungen für Radwege vom Wiener Neudorfer Ortskern bis zur Shopping City Süd in Auftrag gegeben werden konnten.

Einladung zum Ausruhen!

Sitzbänke wie diese in der neu gestalteten Hauptstraße laden zum Ausruhen und Kommunizieren ein.

Der Öffentliche Raum ist Lebensraum, der den Bedürfnissen der Menschen entsprechen sollte. Je attraktiver er gestaltet wird, desto höher ist die Aufenthaltsqualität, wie unsere Planer das nennen.
Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, einfach ein wenig rasten oder die Sonne genießen möchte, braucht eine gute Sitzgelegenheit.
Wir sorgen dafür, dass entlang unserer Gehwege mindestens alle 400 Meter eine Sitzbank steht.

Coole Eltern: Ermöglichen ihren Kindern Ferien wie damals …

Wer die Mutprobe besteht, mit voller Montur in den Mödlingbach zu springen, lernt mehr fürs Leben als in mancher Schulstunde.

Bei einer Lufttemperatur von 20 Grad war es definitiv kein Badetag. Das störte die Kinder nicht im Geringsten. Ich habe großen Respekt vor dem Vater, der die Kinder gewähren ließ, ihren Mut und Entdeckungsdrang auszuleben. Der puren Lebensfreude zuzusehen, war ein Vergnügen.
Diese Kinder leiden mit Sicherheit nicht am Natur-Defizit-Syndrom!

+++Eilmeldung an Verkehrs-Lärmgeplagte+++Frist bis 17. Juli 2018+++

Alle 5 Jahre werden Aktionspläne erstellt, um schädlichen Auswirkungen von Umgebungslärm vorzubeugen.
Jede Österreicherin, jeder Österreicher, jede Gemeinde, jede Bürgerinitiative, jede Interessensgemeinschaft,… kann bis Dienstag, 17.7.2018 zum Entwurf des Umgebungslärm-Aktionsplans Österreich 2018 Stellung nehmen.

Die Entwürfe sind unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.laerminfo.at/aktionsplaene/ap_2018.html

Unter diesem Link finden Sie auch die aktuellen Lärmkarten und „Betroffene durch Umgebungslärm“.

Wiener Neudorf ist von Grenzwertüberschreitungen durch Lärm der A2, B17, B11,… massiv betroffen. Als Umweltgemeinderätin habe ich für unsere Gemeinde

  • zum TEIL 1 Autobahnen und Schnellstraßen beim Verkehrsministerium (E-mailadresse: umgebungslaerm-strasse@bmvit.gv.at) und
  • beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung zum TEIL 4 (E-mailadresse: post.umgebungslaerm@noel.gv.at) Stellungnahmen abgegeben.

Achtung!!! Teil 4 besteht aus 2 Teilen: Wiener Neudorf gehört zum TEIL 4 WIEN: Straßen außer A&S in den in Niederösterreich liegenden Gemeinden des Ballungsraums Wien.

Sie haben noch nichts von dieser Frist gehört? Nun, die Marktgemeinde Wiener Neudorf offiziell auch nicht. Daher war es nicht möglich, die Bevölkerung rechtzeitig vor Beginn der Frist, die am 1. Juni 2018 begann, zu informieren. Ein Insider hat mich aufmerksam gemacht. Ihm verdanken wir, dass Wiener Neudorf gerade noch rechtzeitig eine Stellungnahme abgeben konnte.
Über Transparenz muss in diesem Land noch ausführlich diskutiert werden!

Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung in Wiener Neudorf: umweltfreundlich und kostensparend

Der Gemeinderat hat am 11.6.2018 beschlossen, die öffentliche Beleuchtung im Ort licht- und elektrotechnisch zu optimieren. Mehr als 1.000 Straßenlaternen werden auf LED umgestellt.

Aufnahme vom 8.4.2017: Die Peitschenlampen stammen aus der Nachkriegszeit.

Bis Herbst 2019 werden alle Leuchten und Peitschenmasten getauscht. Die Qualität der Beleuchtung wird wesentlich verbessert, die neuen Lampen beleuchten zielgerichteter den Straßenraum und der Energieverbrauch reduziert sich erheblich.
Die Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz.

Die Aufnahme vom 4.5.2018 zeigt die neuen LED-Straßenlaternen auf der umgestalteten Hauptstraße.

Bisher bezog die Gemeinde Strom aus 100% Wasserkraft. Als umweltbewusste Gemeinde haben wir uns entschieden, noch einen Schritt weiter zu gehen. Ab 1. September 2018 werden unsere Straßen ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom beleuchtet. Dieser grüne Strom mit dem Österreichischen Umweltzeichen ist frei von Atomstrom und Strom aus fossilen Quellen wie Kohle, Gas oder Öl. Nachweislich muss in Anlagen zur Gewinnung von Strom aus Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft investiert werden.

ASFINAG-Vorstand entschuldigt sich bei der Wiener Neudorfer Gemeindeführung

Frau Mag. Zipperer, Vorstand der ASFINAG, hat sich sehr höflich bei uns entschuldigt: Für die ASFINAG-Aussagen in der NÖN vom 24.5.2018

1. Das Bild sagt mehr als tausend Worte. Laut Gutachten, das die ASFINAG seit 2016 kennt, fehlen bei mehr als der Hälfte der Elemente seit der Errichtung der Lärmschutzwand die Schalldämmplatten.
2. Der ASFINAG war das Erkenntnis des VfGH nachweislich vor Mai 2018 bekannt.

3. Vor einem Jahr, im Juni 2017, verständigten wir uns mit dem ASFINAG-Vorstand auf die Lösung des Wiener Neudorfer Lärm- und Luftschadstoffproblems durch die  Kombination von Tempo 80 und einer neuen wirksamen Lärmschutzwand.

Der Wert der Entschuldigung wird gemessen am höflichen Einhalten von Zusagen.

Genug der Worte, wir wollen Taten sehen!

Grinden und eine 7 m hohe Wand sind zu wenig, um Wiener Neudorf zu entlasten!

Bei der heutigen Gesprächsrunde mit der ASFINAG (Vorstand Mag. Zipperer, die Geschäftsführer Mag. Kienreich und DI Fromm) bot man uns als Lösung das Grinding an. Einige hundert Meter vor und einige hundert Meter nach dem Siedlungsgebiet soll die Betondecke der A2 aufgeraut werden. Die ASFINAG glaubt (!), dass das Grinden den Lärm um 2 dB verringert. Zusätzlich bot man uns eine neue 7 m hohe Lärmschutzwand an.
Derzeit liegen 586 Wohnhäuser bis 14 dB über dem Lärm-Grenzwert. Mit dem heutigen ASFINAG-Vorschlag würden 23 Wohnhäuser (!) geschützt.

Wir brauchen Tempo 80 zum Schutz aller Wiener NeudorferInnen vor dem Lärm und den Schadstoffen, die 180.000 Kraftfahrzeuge täglich verursachen.

Wir fordern weiterhin eine Kombination aus Tempo 80 und einer wirksamen Lärmschutzwand oder eine Einhausung als Alternative. Dieser Forderung verleihen wir mit weiteren Autobahnblockaden Nachdruck.