Politik ist kein Wunschkonzert, sondern harte Knochenarbeit – wie das Beispiel Radweg zur SCS zeigt.

„Ein Radweg zur SCS ist mir ein großes Anliegen, darum setze ich mich weiterhin sehr für seine Verwirklichung ein“ schrieb ich im April 2017 auf diesem Blog.
Nun, das habe ich mit – mehr als weniger – sanftem Druck gemacht und bin damit Mitarbeitern, Planern, Grundstückseigentümern und Politikerkollegen auf die Nerven gegangen. Mühsame Hürden mussten überwunden werden, gefühlt unzählige Verhandlungsrunden und Besprechungen waren bis zu diesem entscheidenden Punkt notwendig:

Der Gemeindevorstand beauftragte am 16. Juli 2018 eine Machbarkeitsstudie für Radwege zur SCS.

Europas größtes Einkaufszentrum, 1976 errichtet, ist nur einen Spaziergang weit vom Wohngebiet entfernt und trotzdem erreicht man es weder zu Fuß noch mit dem Fahrrad. Solche „Sünden“ der Vergangenheit aus der Welt zu schaffen, ist eine politische Herausforderung, der wir Reformpartner uns stellen.


Die Machbarkeitsstudie soll klären, wo die drei geplanten Wege (einer entlang der Badner Bahn-Gleise, einer entlang der Palmersstraße und einer als Verlängerung der Schloßmühlgasse über Palmersgrund) zusammenkommen werden.

Ich danke allen, die beigetragen haben, dass – endlich – konkrete Planungen für Radwege vom Wiener Neudorfer Ortskern bis zur Shopping City Süd in Auftrag gegeben werden konnten.

3 Jahre Reformpartnerschaft: Seit 10. März 2015 arbeiten wir für Wiener Neudorf.

WER, WENN nicht WIR? WANN, WENN nicht JETZT?

… fragten sich 18 Gemeinderätinnen und Gemeinderäte (ÖVP 11, FPÖ 2, Umweltforum 5) und übernahmen Verantwortung für die Gemeinde. Nach wochenlangen Gesprächen zwischen Umweltforum, ÖVP und FPÖ im Februar 2015 folgte das Reformpartnerabkommen. Seither arbeiten wir intensiv an der Umsetzung unserer Vereinbarungen und unserem gemeinsamen Ziel:
Steigerung der Wohn-und Lebensqualität in Wiener Neudorf

Meilensteine aus Sicht des Umweltforums:

  • Die ökologische Kehrtwende hin zu einer umweltbewussten Gemeinde.
  • Das zukunftsweisende Mobilitätskonzept.
  • Die kommunale Umweltpolitik rückte vom Schattendasein ins Zentrum kommunalpolitischen Handelns.

Alles Gute für die nächsten zwei Jahre, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Weil wir in Wiener Neudorf vom Klimaschutz nicht nur reden …

Mit den Stimmen der Reformpartner hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung eine Selbstverpflichtung zur Energieeinsparung beschlossen. Wir nehmen als erste Gemeinde im Bezirk Mödling am e5-Programm teil.

Welche konkreten Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Gebäude, Energieversorgung, Abfallentsorgung, Raumordnung und Bewusstseinsbildung wir setzen, entscheiden BürgerInnen und PolitikerInnen gemeinsam.

Wer an einer zukunftsverträglichen  Entwicklung unserer Gemeinde Interesse hat, wer mitreden und Ideen einbringen will, ist eingeladen, sich zu melden.

Wiener Neudorf ist seit dem Jahr 2000 Klimabündnis-Gemeinde.

Save the date: Mobilitätstag am Samstag, 16.9.2017

Wir beteiligen uns an der Europäischen Mobilitätswoche:

Wann: 16. September 2017, 11:30-16:00 Uhr
Wo: Tennisstraße, Wiener Neudorf

Der Schwerpunkt des Mobilitätstages in Wiener Neudorf liegt auf der Eröffnung des neuen Jugendplatzes. Dieser Activity-Mobil-Court für Jung und Alt bietet einen 290 m² großen Fun-Court, eine 22 m² Kletterfläche und eine Streetworkout-Anlage.

  • Professionelle Fahrrad- und Rollsport – Fahrer werden auf dem Pumptrack ihr Können zeigen.
  • Ein Kinder-Biketrainer der Sportunion wird zum sicheren Benutzen der Anlage und damit zum sicheren Fahren im Straßenraum anleiten, wobei Leihbikes und Schutzausrüstung kostenlos zur Verfügung stehen.
  • Weiterer Schwerpunkte sind das Fahrrad und das Thema E-Mobilität. RadfahrerInnen können ihr Fahrzeug bei einem kostenlosen kleinen Fahrradservice fit machen lassen. Für AutofahrerInnen wird das E-Car in der Vorstellung des E-Carsharings von ECARREGIO mit der Möglichkeit zum kostenlosen Testen des neuen E-Golfs interessant gemacht.
  • Die jüngsten BesucherInnen und alle Street-Art-Begeisterten können im Straßenmalen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre Ideen zum Lebensraum Straße in den Straßenraum zeichnen. Zahlreiche Spielmöglichkeiten, wie Kistenklettern, Kinderschminken, etc. werden im Rahmen der Kinderbetreuung geboten.
  • Die FF Wiener Neudorf sorgt für die kostenlose Verpflegung.

Informationen finden Sie unter: www.wiener-neudorf.gv.at/veranstaltungs-information/mobilitaetstag.html

Sauberste Region: Ab heute steht „Wiener Neudorf picobello“ zur Wahl

„Wiener Neudorf picobello“ braucht Ihre Unterstützung:

Picobello ist ein umgangssprachliches Wort, das sich aus niederdeutsch pük = „ausgesucht“ und italienisch bello = „schön“ zusammensetzt.

Eine von vielen Maßnahmen …

Wiener Neudorf ist seit jeher ein gepflegter Ort, weil unsere Gemeindemitarbeiter und MitarbeiterInnen der Lebenshilfe tagtäglich achtlos weggeworfenen Müll einsammeln. Eine Sisyphosarbeit. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, habe ich 2015 die Kampagne „Wiener Neudorf picobello“ ins Leben gerufen.

Gedankenloses Fallenlassen von Müll kostet nämlich – unser Steuergeld.

Der Begriff „Wiener Neudorf picobello“ erschien mir passend, weil er die ökologische Pflege unserer Grünflächen mit unserem sauberen Wohnumfeld verbindet.

Menschen, die hier leben oder bei uns zu Gast sind, sollen sich wohlfühlen und Wiener Neudorf als ausgesucht schön wahrnehmen. Dazu müssen wir noch an der Erscheinung des Ortsbildes arbeiten, aber das ist eine andere Geschichte, die ab heute mit der Neugestaltung der Hauptstraße beginnt …

Wir Reformpartner lassen nicht zu, dass Wiener Neudorf am Verkehr erstickt!!!

Die schlechte Nachricht: Jeden Tag fahren mehr als 230.000 Kraftfahrzeuge durch unsere Gemeinde und belasten durch Lärm und Abgase vor allem die Gesundheit der Kinder.

Die gute Nachricht: Unsere Verkehrsprobleme sind lösbar.

Wie?

Experten und PolitikerInnen stellen kommenden Montag die Pläne und Lösungsansätze vor.

Meinungsumfrage in Wiener Neudorf

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Gemeinsam mit unserem Dorferneuerungs-Berater DI Grill erstellte ich einen Fragebogen. Alle Wiener Neudorferinnen und Wiener Neudorfer dürfen/sollen/können einen ausfüllen und damit ihre Meinung kundtun, welche zukünftigen Projekte aus ihrer Sicht notwendig und sinnvoll sind.

Warum vor mir noch niemand in der Gemeinde auf die Idee gekommen ist, Dorferneuerung zu forcieren, wundert in Anbetracht des Zustandes der Triester Straße und Hauptstraße vermutlich nicht nur mich. Mit Zustimmung der GemeinderätInnen des Umweltforums, der ÖVP und FPÖ beantragte Wiener Neudorf die Aufnahme in die NÖ Dorf- und Stadterneuerung. Als Schlusslicht stiegen wir mit Anfang 2017 ein.

Im Mittelteil der Mai-Gemeindezeitung befindet sich ein Fragebogen, weitere liegen im Bürgerservice auf. Er kann aber auch online ausgefüllt werden, abrufbar auf der Homepage der Marktgemeinde Wiener Neudorf.

Wer Interesse hat, aktiv an einer Arbeitsgruppe der Dorferneuerung mitzuarbeiten und seine Anregungen einbringen will, ist herzlich dazu eingeladen.

777 Tage Reformpartnerschaft in Wiener Neudorf

FEBRUAR 2015:

Bezirksblätter online:
Reformpartner drücken den Startknopf
(Foto: Kraus)

Tempo 80, B17-Tunnel und weniger Schulden: Viel Arbeit für die „Neuen“.

WIENER NEUDORF. Alle drei Beteiligten eint, dass sie betonen, dass es keine Koalition im üblichen Sinn geben wird, sondern eine Reformpartnerschaft und die Tatsache, dass man bei den Gesprächen rasch Gemeinsamkeiten entdeckt hat, um eine Steigerung der Wohn- und Lebensqualität in Wiener Neudorf zu erreichen. Herbert Janschka (Liste Unabhängige/ÖVP) wird nach 10 Jahren wieder Bürgermeister. Elisabeth Kleissner (UFO) ist Vizebürgermeisterin und Robert Stania (FPÖ) fungiert als geschäftsführender GR und vertritt beide im Fall einer Abwesenheit. „Ich habe ihn persönlich nicht so gut gekannt. In unserem ersten Gespräch hat er mir aber versichert, dass es ihm um Wiener Neudorf geht und nicht um ein Amt“, so Elisabeth Kleissner über Stania. „Es ging uns nach der Wahl nicht um ein Amt. Was wir wollten waren Reformen“ … => meinbezirk.at 25.2.2015

APRIL 2017:

…und das wollen wir mehr als zwei Jahre später immer noch!
Wir Reformpartner arbeiten an einer zukunftsorientierten, umweltbewussten Gemeinde mit hoher Wohn- und Lebensqualität für alle BürgerInnen. Hinsichtlich der Infrastruktur haben wir die Führung einer Gemeinde mit sehr hoher Lebensqualität übernommen. Bezogen auf die Umweltbedingungen nimmt sich die Lebensqualität recht bescheiden aus. Schlechte Luft und Lärm, verursacht durch die österreichweit einzigartige Verkehrsbelastung, sind aber kein Schicksal, das man ergeben hinnehmen muss. Wir Reformpartner arbeiten daher intensiv an der Lösung der durch den Verkehr verursachten Probleme. Vieles von unserer Planungsarbeit der letzten Jahre ist nach außen (noch) nicht sichtbar. Die Gründlichkeit, mit der wir den Ist-Zustand analysierten und gemeinsam mit Experten (Verkehrplanern, Raumplanern, Lärmsachverständigen,…) einen Maßnahmenkatalog für Verbesserungen der Lebensqualität erstellten, macht sich jetzt in der Umsetzungsphase bezahlt.

Aus meiner Sicht klappt die Zusammenarbeit wirklich gut und ich schätze sehr, dass trotz des großen Arbeitspensums der Humor nicht zu kurz kommt.

Reformpartner-Klausur: Geld für Kinder, Ortsbild,…

Gut gewirtschaftet, höhere Einnahmen als Ausgaben. Wir haben also noch Geld in der Kassa. Das Ergebnis der Reformpartnerklausur: Ein Teil wird gespart, ein Teil für die Steigerung der Wohn- und Lebensqualität in Wiener Neudorf ausgegeben. Über 40 kleinere und größere Maßnahmen werden in den nächsten Monaten vorwiegend als Verbesserungen im öffentlichen Raum auffallen und die Aufenthaltsqualität erhöhen.

Das Foto wurde mit meiner Kamera mittels Selbstauslöser aufgenommen.
  • Im ganzen Ort werden die Bepflanzungen in den Rabatten ergänzt und vervollständigt.
  • Gstettn wie die Flächen B17/Schillerstraße und Europaplatz/Eumigweg werden ansprechend gestaltet.
  • Mit Aschenbecher kombinierte Mistkübel werden dem Zigarettenstummel-Problem Abhilfe schaffen.
  • Für den Wirtschaftshof wird eine Handkehrmaschine angeschafft, für ein Wiener Neudorf picobello.
  • Die Müllinsel in der Laxenburgerstraße wird erweitert und bekommt eine neue Umgrenzung.
  • Besonderes Augenmerk werden auf die in die Jahre gekommenen Spielplätze gelegt und die Mittel für Sanierung und neue Spielgeräte bereitgestellt.
  • Für Kindergärten, Volksschule, Hort, Freizeitzentrum und Migazzihaus stehen namhafte Beträge bereit.
  • Die frostbedingten Asphaltschäden werden nicht nur provisorisch, sondern fachgerecht saniert.
  • Ich freue mich sehr, dass der Verkehrsreferent DI Norman Pigisch eine Lösung für die gefahrlose Querung des Ricoweges erarbeitet hat. Das vor wenigen Jahren eröffnete Einkaufszentrum ist – obwohl auch Nahversorger für die angrenzende Siedlung – zu Fuß kaum zu erreichen. Durch eine Mittelinsel am Ricoweg in der Nähe der Kargl-Kurve wird dieser untragbare Zustand bald der Vergangenheit angehören.

Mein Eindruck des Intensivtages: Für alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte der Reformpartnerschaft aus ÖVP, Umweltforum und FPÖ steht das Wohl Wiener Neudorfs an oberster Stelle und damit verbunden das intensive Bemühen, durch konkrete Schritte die Lebensqualität für alle im ganzen Ort zu verbessern.

Rechnungsabschluss 2016

Das erste Budget, das wir Reformpartner zu verantworten haben, war gut geplant. Dank der Budgetdisziplin erzielten wir ein Ergebnis, das so gut ist wie kein anderes seit 2005.
Um die finanzielle Lage der Gemeinde richtig einschätzen zu können, muss man sich die Entwicklung über mehrere Jahre ansehen.
Die globale Krise verschont unsere Gemeinde. Salopp ausgedrückt: Die Geldquellen sprudeln nach wie vor.
Die Finanzmisere, von der Wiener Neudorf im Jahr 2010 erfasst wurde, war hausgemacht:
Es wurde einfach zu viel ausgegeben.
Nach der finanziellen Vollbremsung hat sich die Gemeinde innerhalb von wenigen Jahren konsolidiert, nichtsdestotrotz stiegen die Schulden von 16,4 Mill. € (2005) auf sagenhafte 28,7 Mill. € (2015). Den höchsten Schuldenstand gab es 2010 mit 29,4 Mill. €.

Zahlen und Fakten des Rechnungsabschlusses 2016:
Sollüberschuss: 1.827.067 € (höchster Wert seit 2005)
Zuführung an den außerordentlichen Haushalt:
1.492.177 € (zweithöchster Wert seit 2005)
Rücklagen: 1.125.020 € (höchster Wert seit 2005), (2005, 2006: 0 €)
Kommunalsteuer: 14.265.574 €, ist seit 2005 jedes Jahr gestiegen (Ausnahme: 2009 um 136.776 € gegenüber 2008 zurückgegangen).
Saldo Transferzahlungen: 969.543 €
Sparquote: 16,59 % (höchster Wert seit 2005. War nur 2011, im Jahr der finanziellen Vollbremsung mit 18,14 % höher.)
Bewertung der Sparquote nach dem Schulnotensystem:
Seit 2007 sind wir fast immer bei „genügend“ gegrundelt (Ausnahme 2011). 2016 lagen wir mit „durchschnittlich“ im Mittelfeld.

Pro Kopf-Verschuldung: 2016: 2959 €  (2010: 3.329 €)
Wiener Neudorf hat 2016 um 868.341 € weniger Schulden als 2015.