Climate Star für „Nachhaltige Wiener NeuDorferneuerung: Aus der UmweltNOT zur KlimaTUGEND“

Meine Einreichung „Nachhaltige Wiener NeuDorferneuerung: Aus der UmweltNOT zur KlimaTUGEND“ prämierte eine internationale Jury aus Deutschland, Italien, Luxemburg, Schweiz, Ungarn und Österreich mit dem Climate Star 2018. Bewertet wurde nach den Kriterien „Innovation, Nachhaltigkeit, Multiplikatoreffekt, Medienwirksamkeit, Einbindung der Bevölkerung“.

Wiener Neudorfer Stadt- und Dorferneuerungsbeirat

Mit dem Climate Star werden alle zwei Jahre Klimaschutzprojekte ausgezeichnet. Heuer rief das Klimabündnis ihre 1.730 Mitglieder auf, unter dem Motto „Vielfalt im lokalen Klimaschutz“ einzureichen.

Seit das Umweltforum im Jahr 2015 Mitverantwortung für Wiener Neudorf übernommen hat, rückte die kommunale Umweltpolitik vom Schattendasein ins Zentrum des politischen Handelns. Die Climate Star-Auszeichnung bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, indem wir unsere schwer umweltbelastete Gemeinde aus der UmweltNOT herausführen. Wir verbinden das Ziel Steigerung der Lebensqualität mit Klimaschutz.
Notwendig – im wahrsten Sinne des Wortes – war unsere ökologische Kehrtwende sowie die Entwicklung einer zukunftsfähigen Mobilitäts- und Energiestrategie. Das Beispiel Wiener Neudorf zeigt, dass aktiver Klimaschutz sehr positive Auswirkungen auf die Entwicklung einer Gemeinde haben kann.

Ich danke allen, die mitgeholfen haben, unser Umweltkonzept zu entwickeln und es umzusetzen.

Drei Auszeichnungen innerhalb weniger Wochen (Climate Star 2018, VCÖ Mobilitätspreis NÖ 2018 und klimaaktiv Auszeichnung des Umweltministeriums) bedeuten, dass unsere Anstrengung, Wiener Neudorf zu erneuern und gleichzeitig den größtmöglichen kommunalen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, über unsere Gemeindegrenzen hinweg wahrgenommen wird. Das freut mich wirklich sehr.

Was ist das Klimabündnis? Das Klimabündnis ist eine Partnerschaft zwischen 1.730 Städten/Gemeinden aus 27 europäischen Ländern und indigenen Völkern des Amazonas-Regenwaldes. Es wurde 1990 zum Schutz des Weltklimas gegründet. Wiener Neudorf ist seit 12.12.2000 Mitglied.

„Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“, soll Albert Einstein gesagt haben.

Groß war die – irrationale – Angst einiger von der Natur weit Entfernter. So groß, dass sie gar versuchten, zu verhindern, dass die fleißigen Bienen in unserer Gemeinde Quartier nehmen.


Unsere Sumsis haben – wie erwartet – keinem Menschen etwas zu Leide getan. Im Gegenteil: An den übervoll behangenen Birnen- und Zwetschkenbäumen sieht man die guten Dienste, die sie leisten.

An einem sonnigen, beschaulichen Ort steht ihr Quartier. Auf öffentlichem Grund in Wiener Neudorf. Von ihrem Imker bestens betreut.

Ciao, Lara!

Lara tourt weiter zur nächsten Station: Vösendorf.
Einen Monat lang stellte uns die ENU/RADLand NÖ ein Elektro-Lastenrad zu Verfügung. Der Test verlief erfolgreich. Lara hat Aufmerksamkeit erregt – wir sind eben Lastenräder im Straßenbild noch nicht gewohnt. Im Gegensatz zu Dänemark, wo jede vierte Familie ein eigenes besitzt. Die Dänen schätzen es, schnell, billig, umweltfreundlich und gesund unterwegs zu sein.
Da unser Wirtschaftshof Interesse an einem Lastenrad bekundet hat, werden wir zukünftig in Wiener Neudorf wohl öfters einem begegnen.

Mein persönliches Fazit: Mit dem Lastenrad fährt man durch den Elektroantrieb ohne jegliche Kraftanstrengung. Wer sich körperlich ertüchtigen möchte, schaltet den Motor einfach aus. Das große Fassungsvolumen ist äußerst praktisch zum Transportieren von Kind und Kegel 😉

Goldener Igel 2017 für Wiener Neudorf!

Der Goldene Igel ist bei Gemeinden, die weder Gift noch Mineraldünger streuen und Torf nicht verwenden, ein begehrtes Tierchen.

Ein hohes Niveau zu erreichen ist schwer, ein hohes zu halten, ist schwerer. Unsere Gemeinde spielt mit der ökologischen Pflege unserer Parks und Grünanlagen in der Oberliga. Nachdem wir es innerhalb weniger Monate schafften, die Kriterien von Natur im Garten zu erfüllen, wurden wir bereits im ersten Jahr (2016) für unser besonderes Bemühen mit dem Goldenen Igel ausgezeichnet.

Frau Petra Hirner MSc von Natur im Garten überreichte uns heute in unserem schönen Rathauspark den Goldenen Igel 2017. Damit werden Gemeinden ausgezeichnet, die während eines Jahres die Kriterien von Natur im Garten zu 100% erfüllen, ihre Leistungen dokumentieren und sich einer Begutachtung unterziehen.

v.l.n.r.: Walter Wistermayer (Leiter Wirtschaftshof), Ing. Fritz Hudribusch (Leiter Umweltamt), Dr. Peter Klumpp (Amtsleiter), Dr. Elisabeth Kleissner (Vizebgm.), Petra Hirner MSc, Robert Stania (Bgm.Stv.), DI Jutta Tillmann (Umweltamt), Michael Grübling (Wirtschaftshof)

Dahinter steht ein äußerst motiviertes Team, das hervorragende Arbeit leistet. Die vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind für mein engagiertes Team und mich Lohn und Ansporn zugleich. Verschiedenes hat sich bereits gut etabliert, in manchen Bereichen sind wir noch am Erfahrung sammeln und ein wenig Lehrgeld zahlen gehört einfach dazu.

Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung in Wiener Neudorf: umweltfreundlich und kostensparend

Der Gemeinderat hat am 11.6.2018 beschlossen, die öffentliche Beleuchtung im Ort licht- und elektrotechnisch zu optimieren. Mehr als 1.000 Straßenlaternen werden auf LED umgestellt.

Aufnahme vom 8.4.2017: Die Peitschenlampen stammen aus der Nachkriegszeit.

Bis Herbst 2019 werden alle Leuchten und Peitschenmasten getauscht. Die Qualität der Beleuchtung wird wesentlich verbessert, die neuen Lampen beleuchten zielgerichteter den Straßenraum und der Energieverbrauch reduziert sich erheblich.
Die Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz.

Die Aufnahme vom 4.5.2018 zeigt die neuen LED-Straßenlaternen auf der umgestalteten Hauptstraße.

Bisher bezog die Gemeinde Strom aus 100% Wasserkraft. Als umweltbewusste Gemeinde haben wir uns entschieden, noch einen Schritt weiter zu gehen. Ab 1. September 2018 werden unsere Straßen ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom beleuchtet. Dieser grüne Strom mit dem Österreichischen Umweltzeichen ist frei von Atomstrom und Strom aus fossilen Quellen wie Kohle, Gas oder Öl. Nachweislich muss in Anlagen zur Gewinnung von Strom aus Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft investiert werden.

Wer will Lara testen?

Lara, das E-Lastenrad tourt durch Niederösterreich und macht im Juli Station in Wiener Neudorf.
RADLandmanager DI Bernd Hildebrandt wählte 14 fahrradfreundliche Gemeinden aus. Er musste mich als Mobilitätsbeauftragte der Gemeinde nicht lange überreden, Lara aufzunehmen.
Egal ob zum Badeteich oder zum Einkaufen, das Lastenrad mit dem Elektromotor transportiert bis zu 80 Kilogramm. Durch die Sitzbank und Gurte ist auch ein sicherer Kindertransport möglich.

v.l.n.r.: DI Jutta Tillmann (Mobilitätsbeauftragte), Ing. Fritz Hudribusch (Leiter Umweltamt), Bgm. Herbert Janschka, LAbg. Martin Schuster, Dipl.-Päd. Christa Ruspeckhofer, Vizebgm. Dr. Elisabeth Kleissner

Wer mag, kann Lara im Juli kostenlos für einige Stunden oder Tage ausborgen. Informationen und Anmeldung im Umweltamt der Marktgemeinde Wiener Neudorf unter 02236/62501-130.

„Essbares Wiener Neudorf“

Was 2007 in der englischen Stadt Todmorden begann, erreichte 2018 offiziell Wiener Neudorf: Das Konzept der essbaren Stadt.
Der Gemeinderat stimmte meinem Antrag zu, dass auf öffentlichen Flächen – wo immer das möglich ist – Obstbäume, Beerensträucher, Gemüse und Kräuter gepflanzt werden. Jeder darf für den Eigenbedarf ernten.

Bezirksblätter 3.5.2018 Seiten 14, 15

Die Germanen glaubten, dass im Hollerstrauch die Schutzgöttin Holda wohnt. Sie pflanzten den Strauch vor Häusern und Scheunen in der Hoffnung, dass Holda Hexen und bösen Zauber abwehre. Die Gebrüder Grimm ließen die germanische Gottheit im Märchen „Frau Holle“ wieder aufleben.
Schon in der Antike wurde der Holunder für Heilzwecke genutzt, lange Zeit diente er als „Hausapotheke der Einödbauern“.

Weiße Blütenpracht am Anger

Wer eine Blumenwiese neu anlegt, braucht vor allem eines: Geduld. Bis sie ihre volle Pracht entfaltet, dauert es mehrere Jahre.

Die Geduld hat sich gelohnt:

Derzeit zeigt sich die Blumenwiese am Anger in der Schloßmühlgasse mit der Margeritenblüte von ihrer schönsten Seite.

Ökologisch sind Blumenwiesen wesentlich wertvoller als Einheitsrasen, sie bieten Insekten, Käfern, Wildbienen, Hummeln,… Lebensraum und sind Nahrungsquelle für Vögel.

Weg mit der Wegwerfmentalität!

Pflanzen, Fahrräder, Bücher – gestern war der Tag des Schenkens, Teilens und Weitergebens in Wiener Neudorf. Großzügige SpenderInnen, freiwillige HelferInnen und Menschen mit Sinn für Nachhaltigkeit setzten ein starkes Zeichen gegen die Wegwerfmentalität.

So sehr wir den Hochsommertag im April genossen haben, so besorgniserregend ist er. Nur schlichte Gemüter meinen, das sei ein Einzelereignis, das es immer schon gegeben hat. Der Klimawandel findet statt, wir sind die Zeugen und die Verursacher.

Eine fröhliche Truppe (Irene Sacherer, Ing. Fritz Hudribusch, Ing. Robert Bauer, Ing. Florian Göd, GR Clemens Bernreiter MSc, GR DI Otto Kleissner) sorgte in ihrer Freizeit für Gottes Lohn gemeinsam mit Mitarbeitern des Wirtschaftshofes für den reibungslosen Ablauf des Pflanzentauschmarktes, der RADLbörse sowie der Fahrradreparaturen und legte einen Vorrat für die Bücherzelle an. Ihr Lieben, DANKE!!!

Wo ein (politischer) Wille, da ein (Rad-) Weg …

Was mit einem Pilotversuch des Umweltforums am 18. September 2010 begann …… wird in ein paar Monaten mit einem kombinierten Geh- und Radweg enden. Erfreulicherweise herrscht politischer Konsens: Einstimmig beschloss der Gemeinderat in der Jänner-Sitzung die Errichtung eines 3,5 Meter breiten Weges entlang der Triester Straße von der Apotheke bis zum Reisenbauer-Ring.

Vom Gemeinderat zur Umweltgemeinderätin von Wiener Neudorf gewählt

In jeder NÖ Gemeinde ist ein Umweltgemeinderat zu bestellen. Das Vorschlagsrecht liegt bei der stärksten Fraktion im Gemeinderat. Auf Vorschlag der Fraktion SPÖ wurde ich gestern einstimmig zur Umweltgemeinderätin gewählt. DANKE den Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates für das Vertrauen.

Umweltgemeinderätin in einer der umweltbelastetsten Gemeinden Österreichs sein zu dürfen, empfinde ich als spannende Herausforderung. Die schlechte Nachricht: Unsere Umweltprobleme sind menschengemacht. Die gute Nachricht: Sie können durch uns Menschen gelöst werden. Hauptverursacher der Umweltbelastung ist bei uns der Verkehr. 230.000 (!) Fahrzeuge pro Tag verursachen Lärm und Abgase, die unserer Gesundheit schaden. Das Recht auf Gesundheit ist ein Menschenrecht und muss endlich auch uns Wiener NeudorferInnen zugestanden werden. Tempo 80 auf der A2 im Bereich unseres Gemeindegebietes ist vor allem für die Gesundheit unserer 1.400 Kinder und Jugendlichen n o t w e n d i g.Meine Aufgaben als Umweltgemeinderätin ergänzen meine bisherige Tätigkeit als Umweltreferentin und Mobilitätsbeauftragte der Gemeinde.

Als Umweltgemeinderätin bin ich unabhängig und an keine Weisungen gebunden.

Weil wir in Wiener Neudorf vom Klimaschutz nicht nur reden …

Mit den Stimmen der Reformpartner hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung eine Selbstverpflichtung zur Energieeinsparung beschlossen. Wir nehmen als erste Gemeinde im Bezirk Mödling am e5-Programm teil.

Welche konkreten Maßnahmen in den Bereichen Mobilität, Gebäude, Energieversorgung, Abfallentsorgung, Raumordnung und Bewusstseinsbildung wir setzen, entscheiden BürgerInnen und PolitikerInnen gemeinsam.

Wer an einer zukunftsverträglichen  Entwicklung unserer Gemeinde Interesse hat, wer mitreden und Ideen einbringen will, ist eingeladen, sich zu melden.

Wiener Neudorf ist seit dem Jahr 2000 Klimabündnis-Gemeinde.

Ausgezeichneter Anningerpark

Für die hervorragende Gestaltung des Anningerparks erhält die Marktgemeinde Wiener Neudorf eine Auszeichnung von der Landesinnung der Gärtner und Floristen NÖ.

Landeshauptfrau-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf (2.v.l.) gratulierte dem Landschaftsplaner DI Armin Haderer (r.), Ing. Josef Podek (l.), Bgm. Herbert Janschka und mir zur naturnahen Wohlfühloase, die wir gemeinsam mit DI Ralf Wunderer, DI Jutta Tillmann, Umweltamtsleiter Ing. Fritz Hudribusch und dem Gartengestalter Walter Ostermann geschaffen haben.

Unser Anningerpark ist der erste ökologische Park Niederösterreichs, der auf einer Brachfläche gestaltet wurde.

Save the date: Mobilitätstag am Samstag, 16.9.2017

Wir beteiligen uns an der Europäischen Mobilitätswoche:

Wann: 16. September 2017, 11:30-16:00 Uhr
Wo: Tennisstraße, Wiener Neudorf

Der Schwerpunkt des Mobilitätstages in Wiener Neudorf liegt auf der Eröffnung des neuen Jugendplatzes. Dieser Activity-Mobil-Court für Jung und Alt bietet einen 290 m² großen Fun-Court, eine 22 m² Kletterfläche und eine Streetworkout-Anlage.

  • Professionelle Fahrrad- und Rollsport – Fahrer werden auf dem Pumptrack ihr Können zeigen.
  • Ein Kinder-Biketrainer der Sportunion wird zum sicheren Benutzen der Anlage und damit zum sicheren Fahren im Straßenraum anleiten, wobei Leihbikes und Schutzausrüstung kostenlos zur Verfügung stehen.
  • Weiterer Schwerpunkte sind das Fahrrad und das Thema E-Mobilität. RadfahrerInnen können ihr Fahrzeug bei einem kostenlosen kleinen Fahrradservice fit machen lassen. Für AutofahrerInnen wird das E-Car in der Vorstellung des E-Carsharings von ECARREGIO mit der Möglichkeit zum kostenlosen Testen des neuen E-Golfs interessant gemacht.
  • Die jüngsten BesucherInnen und alle Street-Art-Begeisterten können im Straßenmalen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und ihre Ideen zum Lebensraum Straße in den Straßenraum zeichnen. Zahlreiche Spielmöglichkeiten, wie Kistenklettern, Kinderschminken, etc. werden im Rahmen der Kinderbetreuung geboten.
  • Die FF Wiener Neudorf sorgt für die kostenlose Verpflegung.

Informationen finden Sie unter: www.wiener-neudorf.gv.at/veranstaltungs-information/mobilitaetstag.html

Einstieg in die Mobilität der Zukunft

Lautlos, emissionsfrei, umweltfreundlich und am neuesten Stand der Technik:

Vor wenigen Monaten informierte mich Guntramsdorfs Vizebürgermeisterin, dass das Pilotprojekt ECARREGIO fortgesetzt wird. Nach einstimmigem Gemeinderatsbeschluss sind wir eingestiegen und seit gestern steht der E-Golf vor dem Gemeindeamt – bereit, von jedermann/frau zu äußerst günstigen Konditionen genutzt zu werden. Informationen zu Anmeldung und Nutzungsbedingungen unter www.ecarregio.at

Beim Mobilitätstag am Samstag, 16. September 2017 haben Sie die Gelegenheit zur Probefahrt mit einem E-Golf und einer Einschulung zur Benutzung.

Blumenwiese am Anger: Geduld ist die Tugend des Naturgärtners

Die Entwicklung einer echten Blumenwiese braucht Zeit und Geduld.

13.9.2016 Die Teilnehmer des Ausbildungslehrganges von Natur im Garten legten unter der fachkundigen Leitung von Frau Dr. Erika Karner (6.v.l.) am Anger in der Schloßmühlgasse eine Blumenwiese an.

Bis sich eine stabile Pflanzengesellschaft aus Kräutern und Blumen einstellt, die mit den Boden- und Umweltbedingungen zurechtkommt, dauert es mehrere Jahre.

8.4.2017

Blumenwiesen sind wertvolle Biotope und bieten mit ihrer Blütenpracht Wildbienen, Schmetterlingen, Fliegen und Hummeln einen Lebensraum und Nahrung vom Frühjahr bis zum Herbst. Kleinvögel finden auf einer Blumenwiese viermal mehr Nahrung als auf einem Rasen.

3.6.2017

Die Blumenwiese sollte möglichst nicht betreten werden, denn viele Blumen sind empfindlich und würden sich nur langsam oder gar nicht mehr erholen.

Die Wiener Neudorf-Card als Badner Bahn-Fahrschein erfreut sich großer Beliebtheit

Vor der Gemeinderatswahl 2015 versprach ich, mich für Gratisfahrt mit der Badner Bahn einzusetzen.

Unmittelbar nach der Wahl nahm ich Kontakt mit der Finanzdirektion des VOR auf und zähe, komplizierte Verhandlungen folgten, die nach zwölf Monaten mit dem Ergebnis endeten: Gratisfahrt an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen und zum halben Preis von Montag bis Freitag. Erfreulich. Wermutstropfen: Befristet auf ein Jahr.
„Die Wiener Neudorf-Card als Badner Bahn-Fahrschein“ wurde mit dem NÖ Mobilitätspreis 2016 des VCÖ ausgezeichnet.

2017: Neuerliche Verhandlungen mit VOR, dieses Mal schnell und unkompliziert, endeten mit einem unbefristeten Vertrag: Gratisfahrt an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen und zum halben Preis von Montag bis Freitag. Sehr erfreulich.

So erfreulich die Vereinbarung Wiener Neudorfs mit VOR auch ist:
Die Kernzonengrenze muss ausgedehnt werden – zur Bewältigung der Verkehrsprobleme im südlichen Wiener Umland!
Die Triester Straße hat bereits die Auslastungsgrenze erreicht, auf der Südautobahn wird sie in wenigen Jahren erreicht sein …

Kreatives Maibaumrecycling

In früheren Zeiten wurde kaum etwas weggeworfen, selbst Ausgedientes wurde einer kreativen neuen Verwendung zugeführt. Innerhalb weniger Generationen ist aus dieser Geisteshaltung ein immer hemmungsloseres Konsumieren und ein noch gedankenloseres Wegwerfen geworden.

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ geht auf die Forstwirtschaft zurück, wonach nicht mehr Bäume geschlägert werden dürfen als nachwachsen.

Es ist höchste Zeit, umzudenken und über eine neue Werteordnung nachzudenken. Nachhaltigkeit bildet den Gegenpol zur Wegwerfgesellschaft, es ist ein bewusstes Handeln, das auf Wiederverwertung bzw. auf Qualität statt Quantität setzt.

Geschickte Hände fertigten aus den beiden letzten Maibäumen eine große Dekorationskerze, einen Holzadventkranz und einen Brunnentrog.

Ökologie LEBEN: „Goldener Igel“ für Wiener Neudorf

Grünflächenpflege zu 100 Prozent ökologisch!!!

Dafür wurden wir beim Natur im Garten-Gemeindetag 2017 am 28. April in Kirchberg am Wagram mit dem „Goldenen Igel“ ausgezeichnet. Der „Goldene Igel“ ist die Champions League der Grünflächenpflege, wie Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl es bei der Preisverleihung ausdrückte.
Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für unsere vielfältigen ökologischen Maßnahmen, die weit über die erforderlichen Kernkriterien (Verzicht auf Pestizide, chemisch-synthetische Düngemittel und Torf) hinausgehen. Wir setzten und setzen viele kleinere und größere Impulse, um das Ökosystem zu stärken, der Natur wieder Raum zur Regeneration zu geben und ökologische Kreisläufe zu schließen.
Stellvertretend für die Marktgemeinde Wiener Neudorf durfte ich gemeinsam mit einer Abordung den „Goldenen Igel“ in der Wagramhalle entgegennehmen.

v.l.n.r.: GR DI Otto Kleissner, GfGR Erhard Gredler, Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl , Vizebgm. Dr. Elisabeth Kleissner, Landesrat Mag. Karl Wilfing, Wirtschaftshofleiter-Stv. Heinrich Wistermayer, GfGR Werner Heindl

Ein herzliches Dankeschön an ALLE, die beigetragen haben, dass wir bei der Grünflächenpflege in so kurzer Zeit ein so hohes Niveau erreichten.

„Stopp den Giftzwerg“ – nicht nur die Schweizer, auch wir vertreiben ihn…

Neue Dokumente schüren wieder Zweifel an Glyphosat (Artikel: derStandard.at 16.3.2017)

US-Saatgutriese soll Studien selbst geschrieben haben. Uneinigkeit bei der Bewertung des Unkrautvernichtungsmittels

San Francisco – Ein Bundesgericht in San Francisco hat brisante Unterlagen publiziert, wonach das Glyphosat-haltige Unkrautvernichtungsmittel Round-up des US-Saatgutriesen Monsanto doch Krebs verursachen könnte. Die Dokumente umfassen interne Mails zwischen Monsanto und Regulierungsbehörden, berichtet die „New York Times“ in ihrer Online-Ausgabe. In diesen Mails werden Zweifel an der Sicherheit des weltweit am meisten verwendeten Pestizids angemeldet. Vor allem zeige der E-Mail-Verkehr auch, dass sich die Experten der US-Umweltbehörde EPA bei der Bewertung von Round-up nicht einig waren, so die „NYT“. Auch soll Monsanto Urheber einer Studie gewesen sein, die vor den Behörden als unabhängig und von akademischen Institutionen stammend ausgegeben worden war. Die Unterlagen wurden von Richter Vince Chhabria veröffentlicht, der einem Rechtsstreit vorsitzt, bei dem es um eine Lymphkrebserkrankung (Non-Hodgkin-Lymphome) einer Reihe von Personen geht, die Glyphosat von Monsanto ausgesetzt gewesen waren. Der Rechtsstreit wurde von der International Agency for Research on Cancer, die zur Weltgesundheitsorganisation gehört, angestoßen. Diese Dokumente gelangen zu einem für den Saatgutkonzern schwierigen Zeitpunkt an die Öffentlichkeit. Erst Mitte der Woche hat die EU-Chemikalienagentur Echa in Helsinki im Auftrag der EU-Kommission eine Glyphosat-Überprüfung vorgelegt und war zu dem Schluss gekommen, dass der Stoff nicht krebserregend ist.“ (ruz, 16.3.2017)

Die Frage, ob Glyphosat giftig ist oder nicht, ob es sehr giftig ist oder nur ein bisschen, stellt sich für uns nicht mehr. Wir verwenden Roundup (das Glyphosat enthält) einfach nicht mehr. Im Jahr 2016 haben wir der Natur und uns Menschen in Wiener Neudorf mehr als 100 Liter Roundup erspart.

Pflanzentauschbörse: „Gnadenbrot“ für Pflanzen am Samstag, 22. April 2017

Bei der voriges Jahr von mir ins Leben gerufenen Pflanzentauschbörse herrschte reges Treiben: Hobbygärtner mit dem grünen Daumen teilten nicht nur ihren pflanzlichen Überfluss sondern auch ihr Wissen. Wahre Prachtstücke und Raritäten wechselten dank der großzügigen Spender den Besitzer. Jedes auch noch so unscheinbare Kräutlein fand einen begeisterten Abnehmer.

Gleichzeitig mit der Gratiserde-Aktion am Samstag, 22.4.2017, findet auch heuer wieder ein Pflanzenmarkt von 7:30 – 12:00 Uhr vor der Einfahrt des Wirtschaftshofes statt, bei dem kostenlos Pflanzen abgegeben und/oder mitgenommen werden können.
Bringen Sie Ihre überzähligen Ableger, Stecklinge und Samen zum Tauschen und/oder Verschenken! Getauscht wird, was Garten, Balkon und Wohnzimmer hergeben: Blumen, Kräuter, Gemüse- und Salatpflanzen, Stauden, Sträucher,…
Der Überfluss an Pflanzen soll nicht achtlos weggeworfen werden, sondern anderen Freude bereiten.

Ein herzliches Dankeschön an ALLE, die gerne geben.