Kostbare Kräuter

„Gegen das aber, was man im Überfluss hat, wird man gleichgültig. Daher kommt es auch, dass viele hundert Pflanzen und Kräuter für wertlose Unkräuter gehalten werden, anstatt dass man sie beachtet, bewundert und gebraucht.“ (Sebastian Kneipp)

Wie viele Kräuter darf man in der Natur sammeln?
Eine grobe Orientierung bietet die Handstraußregel: Gemäß § 17 Abs. 2 NÖ Naturschutzgesetz ist das Pflücken von wild wachsenden, nicht aufgrund der Naturschutzverordnung unter speziellem Schutz stehenden Pflanzen für den persönlichen Bedarf im Ausmaß eines Handstraußes gestattet. Das ist die Pflanzenmenge, deren Stängel von Daumen und Zeigefinger einer Hand umfasst werden können.

Rosmarin, Minze, Salbei & Co dürfen für den Eigenbedarf in kleinen Mengen auch von der Kräuterspirale im Rathauspark und unseren Hochbeeten im Klosterpark geerntet werden.

Ein Gruß vom Klimawandel

Obst reift heuer um Wochen früher – eine Facette des Klimawandels.„Essbares Wiener Neudorf“: Obst, das auf gemeindeeigenen Bäumen – wie diese Zwetschken – wächst, darf für den Eigenbedarf gepflückt werden. Wer die biologischen Früchte schätzt und gerne selbst erntet, geht behutsam mit den Bäumen, der umgebenden Natur und den dort lebenden Tieren um.

GemeindeRAD: Umweltfreundlich zur Gemeinderatssitzung

Unsere Flachlandgemeinde eignet sich ideal zum Zufußgehen und Radfahren.

Der Einladung vom Klimabündnis umweltfreundlich zur Gemeinderatssitzung zu kommen, folgten 18 von 33 Gemeinderätinnen und Gemeinderäten am 11. Juni 2018.

Die Aussicht auf eine Kiste „BioRADler“ spielte natürlich überhaupt gar keine Rolle😂.

GEH-Treff: Jeden Mittwoch um 17 Uhr beim Ruhepol im Klosterpark

Ideal für alle, die lieber gemeinsam als allein spazieren gehen.

Der GEH-Treff  findet ab 6. Juni 2018 jeden Mittwoch statt.
Treffpunkt ist um 17 Uhr beim Ruhepol im Klosterpark bei jedem Wetter.
Keine Anmeldung erforderlich und selbstverständlich kostenlos.

Ob jemand die Gelegenheit nutzt, gemeinsam mit anderen eine Runde durch den Klosterpark und das Waldl zu gehen, weiß ich noch nicht. Aber ich weiß, dass es zumindest den Wunsch nach dem gemeinsamen Spaziergang gibt.

„Man müsste sich mehr bewegen, aber allein ist es langweilig.“
„Ich würde gern spazieren gehen, habe aber niemanden, der  mitgeht.“
„Ich mag nicht allein durchs Waldl gehen.“

Solche Bemerkungen brachten mich auf die Idee, den GEH-Treff ins Leben zu rufen.

Wohltuendes Durchatmen im Inhalatorium: In Wiener Neudorf bald möglich …

Was ist ein Inhalatorium?
Ein Raum zum Einatmen salzhaltiger, mit ätherischen Ölen angereicherter Luft. Das Salzwasser tropft über Reisig, nimmt dabei aromatische Harze und ätherische Öle auf. So verbinden sich die positiven Eigenschaften von Wald- und Meeresluft.
Der Aufenthalt im Inhalatorium hat wohltuende und heilende Wirkung auf die Atemwege und stärkt die Abwehrkräfte.

Die durch den Verkehr verursachte Belastung unserer Atemluft hat gesundheitsschädliche Ausmaße erreicht. Damit Wiener Neudorf nicht am Verkehr erstickt, haben wir Reformpartner im Budget 2018 die notwendigen Mittel für die Errichtung eines Inhalatoriums (= Gradieranlage) vorgesehen.

Wir wurden in Gutenbrunn sehr nett empfangen und freundlicherweise ausführlich über die Sole-Inhalieranlage informiert:

„Gesunde Gemeinde“ Wiener Neudorf

Wiener Neudorf ist seit 24. Juli durch Gemeinderatsbeschluss bekennende „Gesunde Gemeinde“ und hat sich damit die Gesundheitsförderung zur Gemeindeaufgabe gemacht. Angebote betreffend Ernährung, Bewegung, Mentale Gesundheit, Vorsorge/Medizin und Natur/Umwelt sollen das Wohlbefinden nachhaltig steigern.

Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für seine Krankheit opfern. (Sebastian Kneipp)

Der Sinnespfad im Waldl steht bereit …

Die weisen Alten wussten, dass in unseren Breiten die Monate ohne „r“ ideal zum Barfußgehen sind. Ab Mai ist der Boden warm genug, dass selbst „Zartbesaitete“ keinen Schaden nehmen. Im Gegenteil: Der Mensch tut seiner Gesundheit Gutes, wenn er möglichst oft ohne Schuhe geht. Besonders wohltuend sind sogenannte Sinnespfade, Wege aus unterschiedlichen weichen und harten Materialien.
Unser Wohlfühlweg (= Sinnespfad, aber auch Fußreflexzonenweg genannt) im Waldl wurde dankenswerterweise von fleißigen, freiwilligen HelferInnen picobello hergerichtet und steht für alle, die gerne „bloßfüßig“ gehen, bereit.

„Wie sehnen sich doch die Kinder auf dem Lande nach dem Frühling, weil dann sie wieder barfuß gehen dürfen! Es ist ihnen dabei so behaglich, thut ihnen so wohl, daß gewiß kein Kind Strümpfe und Schuhe anzieht, wenn es nicht gezwungen wird.

Das Barfußgehen ist aber nicht bloß für die Landleute gut, sondern ist noch viel mehr den Städtern zu empfehlen.“ Sebastian Kneipp, Mein Testament, 1895

…und danach eine Runde „Kneippen“ im Mödlingbach.

Unsere Gemeindeküche wird zur „Vitalküche“…

Das Team unserer Gemeindeküche kocht täglich das Mittagessen für etwa 450 Kindergarten- und Volksschulkinder. Aufbauend auf den Bemühungen der letzten Jahre starten wir das Projekt „Vitalküche“.
Im Zuge des Umstellungsprozesses zur Vitalküche wird auch der Gemeinderatsbeschluss, aufgrund dessen sich die Gemeinde verpflichtet, bevorzugt regionale und saisonale Produkte einzukaufen, verwirklicht.
Um dem hohen Anspruch auf abwechslungsreiches, ausgewogenes Essen, das den Kindern gut schmeckt, gerecht zu werden und die Qualität der Schuljause, des Mittagessens und der Getränkeangebote zu steigern, wird unser Arbeitskreis fachlich durch die Initiative „Tut gut!“ des Landes NÖ unterstützt und begleitet. Gesunde Ernährung ist aktive Gesundheitsvorsorge!

10 „Tut gut!“-Ziele der Gemeinschaftsverpflegung  🍏🍒🍐

  1. Ausreichend trinken: hauptsächlich ungesüßte Getränke
  2. Abwechslung tut gut: ausgewogener Speiseplan
  3. Gut geplant ist halb gewonnen: mehr Effizienz – mehr Qualität
  4. Erhöhung des Gemüseanteils
  5. Regional und saisonal denken: Verwendung von niederösterreichischen Produkten
  6. Ressourcen schonen: Umweltschutz durch Nachhaltigkeit
  7. Das Auge isst mit: ansprechende Gestaltung der Speisen und des Essumfelds
  8. Vitamine zum Naschen: Obst als Alternative zu Süßem
  9. Sicherheit durch Hygiene: Gewährleistung von Qualität
  10. Genuss: Nehmen Sie sich Zeit!

Natur-Defizit-Syndrom

Wenn Kinder aufgeregt über das Schicksal des toten Hasen spekulieren, den sie kopflos im Waldl gefunden haben, wenn Spannendes ihre Fantasie beflügelt und Erwachsene dieser Fantasie die Flügel stutzen, weil es angeblich politisch nicht korrekt ist, über die dunkle Seite der Natur zu reden, dann hat dieser besorgniserregende Zustand einen Namen: Natur-Defizit-Syndrom.
Eine Gesellschaft, die die Natur nur mehr als eindrucksvolle Kulisse für den artig an der schützenden Elternhand promenierenden Nachwuchs ansieht, übersieht, dass Gesundheit und Wohlbefinden in Gefahr sind.
Mit Natur-Defizit-Syndrom bezeichnet Richard Louv die Folgen der Entfremdung von der Natur, eine Diagnose dramatischen Naturmangels. Sich auf die Natur und ihrem Rhythmus einzulassen, wirkt heilend – nicht nur heute am Weltgesundheitstag – auf große und kleine Menschen.

Markus Brauer trifft den Kern, in der Stuttgarter Zeitung.de, Panorama, 30. 9. 2016, unter Jugendreport Natur 2016:
Lasst die Kinder zurück in die Natur!
Im Matsch rumsauen, Staudämme bauen, in Erdlöcher klettern, nach vergrabenen „Schätzen“ suchen, im Wald nach „wilden Tieren“ und Gespenstern suchen. Das war früher Kindheit – und ist es für viele Kinder heute immer weniger…
Plädoyer für mehr Natur
Lasst die Kinder raus!
Lasst sie springen, zappeln und schreien!
Lasst sie herumstrolchen, sich einmatschen und Schrammen holen!
Lasst sie auf Bäume klettern, in Tümpeln planschen und Bäche stauen!
Lasst sie sich kloppen, versöhnen und neue Freundschaften schließen!
Lasst sie das wilde Kind in sich entdecken!
Gebt ihnen ganz einfach die Natur zurück!