DANKE für die Solidarität für Tempo 80 auf der A2 bei Wiener Neudorf

Wiener Neudorf gehört gemeinsam mit Perchtoldsdorf, Brunn, Maria Enzersdorf, Mödling und der Stadt Wien zum per Gesetz definierten Ballungsraum Wien. 51 Kilometer Autobahn gibt es in diesem Ballungsraum. Alle mit 80 km/h-Beschränkung, nur die 2 km bei Wiener Neudorf nicht!

Landtagsabgeordneter Martin Schuster, Landtagsabgeordnete Dr. Helga Krismer, Bezirkssprecher der Grünen Christian Apl, Mödlings Vizebürgermeister Mag. Gerhard Wannenmacher, Maria Enzersdorfs Vizebürgermeister Andreas Stöhr, Grüne GemeinderätInnen unserer Nachbargemeinden (Biedermannsdorf, Mödling) und Chef des Transitforums Austria Fritz Gurgiser: Sie alle zeigen sich solidarisch mit der berechtigten Forderung nach Tempo 80.

KRONE 30.9.2018 Seiten 28 und 29
NÖN 19.9.2018 Seite 24

Sicherheit hat Vorrang: Gemeinderat beschließt einstimmig neue Drehleiter

Eindrucksvoller Empfang der neuen Drehleiter, die über Wiener Neudorfs Grenzen hinaus für Sicherheit sorgen wird. Unsere Feuerwehrmänner führten dem fast vollständig vertretenen Gemeinderat vor, wie perfekt sie den Umgang mit der Magirus-Drehleiter beherrschen.

„Bespielbare“ Gemeinde Wiener Neudorf: Der erste Schritt ist getan.

Der öffentliche Raum gehört auch den Kindern. Auf diese Tatsache wurde in der Vergangenheit wenig Rücksicht genommen. Ihnen wurden Reservate in Form von Spielplätzen zugeteilt. Unattraktive Schulwege durch Elterntaxi kompensiert. Zum Nachteil der Kinder und ihrer gesunden Entwicklung.

Die neuen Balanciergeräte aus unbehandeltem Holz am Antlspitz sind ein Schritt in Richtung „bespielbare“ Gemeinde – Alltagswege für Kinder aber auch für Erwachsene abwechslungsreicher und attraktiver zu gestalten. Laut Studien wollen Kinder mehr Blumen, mehr Bäume, mehr Brunnen am Wegesrand.

Wenn wir den autozentrierten Fokus der letzten Jahrzehnte auf menschengerechten Lebensraum lenken, gelingt es, ein attraktives Wohnumfeld zu schaffen, in dem wir uns gerne bewegen, begegnen und aufhalten. Alles nur eine Frage des politischen Willens…

Demonstration +++ Sperre A2 bei Wiener Neudorf +++ Fahrtrichtung Wien +++ Sonntag, 16.September +++ 10-11Uhr +++ Wir treffen uns um 9:30 +++ Für Getränke und Verpflegung ist gesorgt

Der VCÖ Mobilitätspreis Niederösterreich 2018 geht an Wiener Neudorf

Der Verkehrsclub Österreich zeichnete meine Einreichung „Faires Mobilitätskonzept Wiener Neudorf: Aus der UmweltNOT zur KlimaTUGEND“ mit dem VCÖ Mobilitätspreis NÖ 2018 aus.

Mit dem Mobilitätskonzept führen wir Wiener Neudorf aus der UmweltNOT zur KlimaTUGEND. Das bedeutet: Wir verbinden die Ziele Klimaschutz und Steigerung der Lebensqualität. Wir fordern nicht nur – Tempo 80 auf der Südautobahn. Wir tun alles, was in unserer kommunalen Macht steht, um unsere Gemeinde vom Verkehr zu entlasten.
Mit unserem Mobilitätskonzept werden wir unserer Verantwortung als Klimabündnisgemeinde gerecht, aber auch unserer sozialen Verantwortung. Die Mobilitätswende schaffen wir nur, wenn alle an der zukünftigen Mobilität teilhaben können.
Mit der Umsetzung des Konzeptes erhöhen wir die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Bessere Luft und weniger Lärm werden die Lebensqualität steigern.

Ich sehe den VCÖ Mobilitätspreis auch als moralische Unterstützung für unseren Kampf um Tempo 80. Der Verkehrsclub Österreich weist seit Jahren auf die Wirksamkeit von Tempobeschränkungen hin.

v.l.n.r.: DI Wolfgang Grill (Dorf- und Stadterneuerung), DI Otto Kleissner (UFO-Gemeinderat), DI Ludwig Schleritzko (Landesrat für Finanzen und Mobilität), Dr. Elisabeth Kleissner (Vizebürgermeisterin), Bgm. Herbert Janschka (Bürgermeister), Mag. Christian Gratzer (VCÖ), Irene Orchard (ÖVP-Gemeinderätin), Ing. Karl Köckeis (UFO-Gemeinderat), Ing. Fritz Hudribusch (Leiter Umweltamt)
Der Mobilitätspreis bestätigt, dass wir Reformpartner auf dem richtigen Weg sind.

Die durch Lärm und Schadstoffe am stärksten Belasteten können sich selbst nicht wehren: Kinder und Kranke. Für sie gehen wir am Sonntag, 16. 9. 2018 auf die Autobahn.

Es ist eines Rechtsstaates wie Österreich unwürdig, dass Wiener Neudorf
– die Einhaltung des Gleichheitsgrundsatzes und
– das Grundrecht auf Gesundheit
auf der Straße einfordern muss.

Wir fordern, gleich wie Brunn und Gießhübl behandelt zu werden. Jene Anrainergemeinden der A21, wo 1995 aus Lärmschutzgründen Tempo 80 verordnet wurde.
Auf den Grundrechten bauen alle anderen Rechte auf. Das Grundrecht auf Gesundheit ist also stärker als das Recht auf freie Fahrt. 175.000 Kfz pro Tag gefährden die Gesundheit massiv.

Auch die scheinbar Mächtigen in diesem Staat haben sich an Gesetze und Versprechungen zu halten!

Haben Sie schon einmal geploggt?

Wer stehen bleibt, fällt zurück, heißt es gemeinhin. Manchmal ist man auch ganz vorne dabei, ohne es zu wissen.
Bis vor kurzem hätte ich mein Tun, Müll vom Wegesrand aufzuheben, nicht mit einem Wort benennen können. Jetzt habe ich – den Skandinaviern sei Dank – endlich einen Begriff dafür: Plogging!

Plogging ist ein Trend aus Schweden, der körperliche Bewegung mit Umwelt sauber halten verbindet. Plogging setzt sich aus dem schwedischen Wort „plocka“ (~ aufheben) und Jogging zusammen.
Wer zum Plogger erzogen wurde, kann gar nicht anders. Für die anderen lohnt sich der Versuch. Die eigene Gesundheit und die Umwelt profitieren davon zweifelsohne.


Plogging – Müll sammeln beim Jogging – funktioniert auch beim Spazierengehen. Das Foto zeigt am Wegesrand Geploggtes. Nicht irgendwo in Ferkelhausen, sondern leider bei uns in Wiener Neudorf.