Goldener Igel 2017 für Wiener Neudorf!

Der Goldene Igel ist bei Gemeinden, die weder Gift noch Mineraldünger streuen und Torf nicht verwenden, ein begehrtes Tierchen.

Ein hohes Niveau zu erreichen ist schwer, ein hohes zu halten, ist schwerer. Unsere Gemeinde spielt mit der ökologischen Pflege unserer Parks und Grünanlagen in der Oberliga. Nachdem wir es innerhalb weniger Monate schafften, die Kriterien von Natur im Garten zu erfüllen, wurden wir bereits im ersten Jahr (2016) für unser besonderes Bemühen mit dem Goldenen Igel ausgezeichnet.

Frau Petra Hirner MSc von Natur im Garten überreichte uns heute in unserem schönen Rathauspark den Goldenen Igel 2017. Damit werden Gemeinden ausgezeichnet, die während eines Jahres die Kriterien von Natur im Garten zu 100% erfüllen, ihre Leistungen dokumentieren und sich einer Begutachtung unterziehen.

v.l.n.r.: Walter Wistermayer (Leiter Wirtschaftshof), Ing. Fritz Hudribusch (Leiter Umweltamt), Dr. Peter Klumpp (Amtsleiter), Dr. Elisabeth Kleissner (Vizebgm.), Petra Hirner MSc, Robert Stania (Bgm.Stv.), DI Jutta Tillmann (Umweltamt), Michael Grübling (Wirtschaftshof)

Dahinter steht ein äußerst motiviertes Team, das hervorragende Arbeit leistet. Die vielen positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung sind für mein engagiertes Team und mich Lohn und Ansporn zugleich. Verschiedenes hat sich bereits gut etabliert, in manchen Bereichen sind wir noch am Erfahrung sammeln und ein wenig Lehrgeld zahlen gehört einfach dazu.

Die Demokratie wird zum Spielball der Politik …

… wenn Mitglieder des Gemeinderates unentschuldigt einer Sitzung fernbleiben.

§ 21 Pflichten der Mitglieder des Gemeinderates
(3) Die Mitglieder des Gemeinderates haben an den Sitzungen des Gemeinderates teilzunehmen … Ist ein geladenes Mitglied an der Teilnahme verhindert, so hat es dem Bürgermeister den Verhinderungsgrund unverzüglich mitzuteilen.Das vermeintliche Recht auf eine wohlerworbene monatelange Sommerpause – bei voller Entlohnung auf Kosten des Steuerzahlers – hat sich mit der Reformpartnerschaft geändert.

Um Wiener Neudorf schneller als früher üblich weiterzubringen, sind auch in der warmen Jahreszeit Beschlüsse notwendig. Offensichtlich wurde dieser Paradigmenwechsel noch nicht von allen Mandataren verstanden. Fakt ist, in der gestrigen Gemeinderatssitzung war keine Abstimmung möglich, weil zu viele SPÖ-Gemeinderäte fernblieben, die meisten unentschuldigt…

Die Wiederholung der Sitzung, in der für unsere Gemeinde richtungsweisende Entscheidungen fallen, findet am 20. August 2018 statt. Dann können laut Gemeindeordnung diese ferngebliebenen Mandatare die Abstimmung nicht mehr verhindern, auch wenn sie wieder fernbleiben, ob entschuldigt oder unentschuldigt…

Politik ist kein Wunschkonzert, sondern harte Knochenarbeit – wie das Beispiel Radweg zur SCS zeigt.

„Ein Radweg zur SCS ist mir ein großes Anliegen, darum setze ich mich weiterhin sehr für seine Verwirklichung ein“ schrieb ich im April 2017 auf diesem Blog.
Nun, das habe ich mit – mehr als weniger – sanftem Druck gemacht und bin damit Mitarbeitern, Planern, Grundstückseigentümern und Politikerkollegen auf die Nerven gegangen. Mühsame Hürden mussten überwunden werden, gefühlt unzählige Verhandlungsrunden und Besprechungen waren bis zu diesem entscheidenden Punkt notwendig:

Der Gemeindevorstand beauftragte am 16. Juli 2018 eine Machbarkeitsstudie für Radwege zur SCS.

Europas größtes Einkaufszentrum, 1976 errichtet, ist nur einen Spaziergang weit vom Wohngebiet entfernt und trotzdem erreicht man es weder zu Fuß noch mit dem Fahrrad. Solche „Sünden“ der Vergangenheit aus der Welt zu schaffen, ist eine politische Herausforderung, der wir Reformpartner uns stellen.


Die Machbarkeitsstudie soll klären, wo die drei geplanten Wege (einer entlang der Badner Bahn-Gleise, einer entlang der Palmersstraße und einer als Verlängerung der Schloßmühlgasse über Palmersgrund) zusammenkommen werden.

Ich danke allen, die beigetragen haben, dass – endlich – konkrete Planungen für Radwege vom Wiener Neudorfer Ortskern bis zur Shopping City Süd in Auftrag gegeben werden konnten.

Einladung zum Ausruhen!

Sitzbänke wie diese in der neu gestalteten Hauptstraße laden zum Ausruhen und Kommunizieren ein.

Der Öffentliche Raum ist Lebensraum, der den Bedürfnissen der Menschen entsprechen sollte. Je attraktiver er gestaltet wird, desto höher ist die Aufenthaltsqualität, wie unsere Planer das nennen.
Wer nicht mehr so gut zu Fuß ist, einfach ein wenig rasten oder die Sonne genießen möchte, braucht eine gute Sitzgelegenheit.
Wir sorgen dafür, dass entlang unserer Gehwege mindestens alle 400 Meter eine Sitzbank steht.

Coole Eltern: Ermöglichen ihren Kindern Ferien wie damals …

Wer die Mutprobe besteht, mit voller Montur in den Mödlingbach zu springen, lernt mehr fürs Leben als in mancher Schulstunde.

Bei einer Lufttemperatur von 20 Grad war es definitiv kein Badetag. Das störte die Kinder nicht im Geringsten. Ich habe großen Respekt vor dem Vater, der die Kinder gewähren ließ, ihren Mut und Entdeckungsdrang auszuleben. Der puren Lebensfreude zuzusehen, war ein Vergnügen.
Diese Kinder leiden mit Sicherheit nicht am Natur-Defizit-Syndrom!

+++Eilmeldung an Verkehrs-Lärmgeplagte+++Frist bis 17. Juli 2018+++

Alle 5 Jahre werden Aktionspläne erstellt, um schädlichen Auswirkungen von Umgebungslärm vorzubeugen.
Jede Österreicherin, jeder Österreicher, jede Gemeinde, jede Bürgerinitiative, jede Interessensgemeinschaft,… kann bis Dienstag, 17.7.2018 zum Entwurf des Umgebungslärm-Aktionsplans Österreich 2018 Stellung nehmen.

Die Entwürfe sind unter folgender Adresse abrufbar:
http://www.laerminfo.at/aktionsplaene/ap_2018.html

Unter diesem Link finden Sie auch die aktuellen Lärmkarten und „Betroffene durch Umgebungslärm“.

Wiener Neudorf ist von Grenzwertüberschreitungen durch Lärm der A2, B17, B11,… massiv betroffen. Als Umweltgemeinderätin habe ich für unsere Gemeinde

  • zum TEIL 1 Autobahnen und Schnellstraßen beim Verkehrsministerium (E-mailadresse: umgebungslaerm-strasse@bmvit.gv.at) und
  • beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung zum TEIL 4 (E-mailadresse: post.umgebungslaerm@noel.gv.at) Stellungnahmen abgegeben.

Achtung!!! Teil 4 besteht aus 2 Teilen: Wiener Neudorf gehört zum TEIL 4 WIEN: Straßen außer A&S in den in Niederösterreich liegenden Gemeinden des Ballungsraums Wien.

Sie haben noch nichts von dieser Frist gehört? Nun, die Marktgemeinde Wiener Neudorf offiziell auch nicht. Daher war es nicht möglich, die Bevölkerung rechtzeitig vor Beginn der Frist, die am 1. Juni 2018 begann, zu informieren. Ein Insider hat mich aufmerksam gemacht. Ihm verdanken wir, dass Wiener Neudorf gerade noch rechtzeitig eine Stellungnahme abgeben konnte.
Über Transparenz muss in diesem Land noch ausführlich diskutiert werden!

Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung in Wiener Neudorf: umweltfreundlich und kostensparend

Der Gemeinderat hat am 11.6.2018 beschlossen, die öffentliche Beleuchtung im Ort licht- und elektrotechnisch zu optimieren. Mehr als 1.000 Straßenlaternen werden auf LED umgestellt.

Aufnahme vom 8.4.2017: Die Peitschenlampen stammen aus der Nachkriegszeit.

Bis Herbst 2019 werden alle Leuchten und Peitschenmasten getauscht. Die Qualität der Beleuchtung wird wesentlich verbessert, die neuen Lampen beleuchten zielgerichteter den Straßenraum und der Energieverbrauch reduziert sich erheblich.
Die Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung ist ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz.

Die Aufnahme vom 4.5.2018 zeigt die neuen LED-Straßenlaternen auf der umgestalteten Hauptstraße.

Bisher bezog die Gemeinde Strom aus 100% Wasserkraft. Als umweltbewusste Gemeinde haben wir uns entschieden, noch einen Schritt weiter zu gehen. Ab 1. September 2018 werden unsere Straßen ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom beleuchtet. Dieser grüne Strom mit dem Österreichischen Umweltzeichen ist frei von Atomstrom und Strom aus fossilen Quellen wie Kohle, Gas oder Öl. Nachweislich muss in Anlagen zur Gewinnung von Strom aus Sonne, Wind, Biomasse und Kleinwasserkraft investiert werden.

ASFINAG-Vorstand entschuldigt sich bei der Wiener Neudorfer Gemeindeführung

Frau Mag. Zipperer, Vorstand der ASFINAG, hat sich sehr höflich bei uns entschuldigt: Für die ASFINAG-Aussagen in der NÖN vom 24.5.2018

1. Das Bild sagt mehr als tausend Worte. Laut Gutachten, das die ASFINAG seit 2016 kennt, fehlen bei mehr als der Hälfte der Elemente seit der Errichtung der Lärmschutzwand die Schalldämmplatten.
2. Der ASFINAG war das Erkenntnis des VfGH nachweislich vor Mai 2018 bekannt.

3. Vor einem Jahr, im Juni 2017, verständigten wir uns mit dem ASFINAG-Vorstand auf die Lösung des Wiener Neudorfer Lärm- und Luftschadstoffproblems durch die  Kombination von Tempo 80 und einer neuen wirksamen Lärmschutzwand.

Der Wert der Entschuldigung wird gemessen am höflichen Einhalten von Zusagen.

Genug der Worte, wir wollen Taten sehen!

Grinden und eine 7 m hohe Wand sind zu wenig, um Wiener Neudorf zu entlasten!

Bei der heutigen Gesprächsrunde mit der ASFINAG (Vorstand Mag. Zipperer, die Geschäftsführer Mag. Kienreich und DI Fromm) bot man uns als Lösung das Grinding an. Einige hundert Meter vor und einige hundert Meter nach dem Siedlungsgebiet soll die Betondecke der A2 aufgeraut werden. Die ASFINAG glaubt (!), dass das Grinden den Lärm um 2 dB verringert. Zusätzlich bot man uns eine neue 7 m hohe Lärmschutzwand an.
Derzeit liegen 586 Wohnhäuser bis 14 dB über dem Lärm-Grenzwert. Mit dem heutigen ASFINAG-Vorschlag würden 23 Wohnhäuser (!) geschützt.

Wir brauchen Tempo 80 zum Schutz aller Wiener NeudorferInnen vor dem Lärm und den Schadstoffen, die 180.000 Kraftfahrzeuge täglich verursachen.

Wir fordern weiterhin eine Kombination aus Tempo 80 und einer wirksamen Lärmschutzwand oder eine Einhausung als Alternative. Dieser Forderung verleihen wir mit weiteren Autobahnblockaden Nachdruck.