Weg mit der Wegwerfmentalität!

Pflanzen, Fahrräder, Bücher – gestern war der Tag des Schenkens, Teilens und Weitergebens in Wiener Neudorf. Großzügige SpenderInnen, freiwillige HelferInnen und Menschen mit Sinn für Nachhaltigkeit setzten ein starkes Zeichen gegen die Wegwerfmentalität.

So sehr wir den Hochsommertag im April genossen haben, so besorgniserregend ist er. Nur schlichte Gemüter meinen, das sei ein Einzelereignis, das es immer schon gegeben hat. Der Klimawandel findet statt, wir sind die Zeugen und die Verursacher.

Eine fröhliche Truppe (Irene Sacherer, Ing. Fritz Hudribusch, Ing. Robert Bauer, Ing. Florian Göd, GR Clemens Bernreiter MSc, GR DI Otto Kleissner) sorgte in ihrer Freizeit für Gottes Lohn gemeinsam mit Mitarbeitern des Wirtschaftshofes für den reibungslosen Ablauf des Pflanzentauschmarktes, der RADLbörse sowie der Fahrradreparaturen und legte einen Vorrat für die Bücherzelle an. Ihr Lieben, DANKE!!!

Weil unsere Verantwortung nicht an der Gemeindegrenze endet …

… beteiligt sich Wiener Neudorf als FAIRTRADE- und Klimabündnis-Gemeinde an den 17. Fairen Wochen. Globale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit beeinflussen nicht nur das Leben von Menschen im globalen Süden, sondern auch unseres und viel mehr noch das unserer Kinder und Enkelkinder.

49 Gemeinden sind dem Aufruf von Südwind Niederösterreich gefolgt und thematisieren während der Fairen Wochen vom 15. April bis 30. Mai was der Dalai Lama so treffend formuliert:

„Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause. Wo sollen wir hingehen, wenn wir ihn zerstören?“

Bei unserer Auftaktveranstaltung zur „Gesunden Gemeinde“ am Freitag, 27. April 2018 um 17 Uhr im Migazzihaus gibt es ein FAIRTRADE-Buffet. Klimabündnis NÖ zeigt, wie man global denkt und lokal handelt. Kinder lernen bei einem Workshop Obst und Gemüse kennen und verkosten dieses.

Informationen über die Fairen Wochen und welche Gemeinden/Städte noch mitmachen: www.suedwind.at

Faktencheck: Schule oder Wohnbau, was erzeugt mehr Verkehr?

Schule:
28 Klassen erzeugen 1.430 Fahrten/Tag.

Wohnbau mit Mobilitätskonzept:
80 Wohnungen erzeugen 150 Fahrten/Tag.

  • Die ursprünglich geplanten Wohnungen hätten 600 Fahrten/Tag erzeugt.
  • Wohnbau verursacht nicht einmal die Hälfte des Verkehrs einer Schule.
  • Das verpflichtende Mobilitätskonzept beschränkt den PKW-Verkehr zusätzlich.

Verkehrsplaner: „Eine Schule wäre ohne zusätzliche Maßnahmen für den Verkehr nicht möglich gewesen.“

Was bedeutet das?
Wäre eine Schule gebaut worden, hätte der Autoverkehr enorm zugenommen. Es wäre zu einer noch größeren Überlastung der Triester Straßenkreuzung gekommen. In der Folge wären Fußgänger noch mehr benachteiligt worden (Grüne Ampelphasen für Autos verlängert, für Fußgänger verkürzt!).
Die Grünphase für Fußgänger an der Triester Straßenkreuzung verkürzen???
Diese ist jetzt schon so kurz, dass die Straße nur im Laufschritt zu queren ist!!!

Wie entwickelt sich Wiener Neudorf?

Weder das Areal der früheren Kammfabrik noch das des ehemaligen Versteigerungshauses gehören der Gemeinde. Unser 2015/2016 entwickeltes Generalverkehrskonzept gibt vor, wie viele PKW-Fahrten zukünftig genutzte Flächen höchstens erzeugen dürfen. Bauträger müssen mit Mobilitätskonzepten nachweisen, dass diese Grenzen eingehalten werden.

2007: Die SPÖ-Gemeindeführung hätte einen 32 m hohen Turm genehmigt.

2018: Die Höhe des neuen Projektes erfahren Sie am Donnerstag, 5. April. Im Festsaal des Freizeitzentrumes findet um 18:30 eine Informationsveranstaltung zu den Änderungen im Flächenwidmungs-/Bebauungsplan statt.

Bezirksblätter 21.3.2018 Seite 30